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Die Geschichte von Cinas

Eine Erzählung geprägt von Sorgfalt, Handwerk und Zeit.

„Wir müssen mit Sorgfalt produzieren – sowohl für das Material als auch für den Menschen.“

Carl J. Nielsen

Es war einmal

Alles begann 1895 – in Gammelholm mitten in Kopenhagen.

Carl J. Nielsen und zwei Freunde gründeten das Unternehmen, das 1903 den Namen Cinas erhielt – eine Abkürzung für Carl J. Nielsens Aktiengesellschaft.

In den ersten Jahren importierte Cinas Borsten, die zur Herstellung von Pinseln und Bürsten verwendet wurden. Cinas wurde auf einer einfachen, aber wichtigen Philosophie aufgebaut: Die Produktion soll immer mit Rücksicht auf Material und Mensch erfolgen.

Die Verarbeitung der Bürsten und Pinsel fand zunächst in den Räumlichkeiten in Gammelholm statt, doch mit der Zeit wurde der Platz zu knapp.

In den 1920er Jahren zog Cinas daher nach Amager, aber auch dort wurde es irgendwann zu eng. 1966 zog Cinas weiter nach Birkerød und blieb dort viele Jahre.

In Birkerød nahm die Entwicklung richtig Fahrt auf, etwa zu der Zeit, als die Produktion in Dänemark in den 1960er Jahren zu teuer wurde.

Anstatt Rohstoffe zu importieren und im eigenen Land zu verarbeiten, begann Cinas, fertige Waren zu importieren – immer noch aus Naturmaterialien und stets mit Respekt für das dahinterstehende Handwerk.

Der Import erfolgte aus vielen Teilen der Welt, und Cinas war unter den ersten in Skandinavien, die nach der Öffnung zum Westen direkt mit China handelten – eine Zusammenarbeit, die auf Vertrauen und Verständnis basierte. Viele dieser Beziehungen bestehen bis heute.

In den 1970er und 80er Jahren wuchs das Sortiment – von Bambusrollos über Flechtmöbel bis zu Geschenkartikeln, teils durch Zukäufe. Aber die Sorgfalt blieb dieselbe: Cinas verkaufte nicht nur Waren, sondern die Ergebnisse guten Handwerks und mit tiefer Wertschätzung für Qualitätsmaterialien.

Restmaterialien wurden wiederverwendet, repariert, angepasst und verfeinert – lange bevor Begriffe wie Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit zum Sprachgebrauch wurden.

Als Christian Wibroe 1983 ins Unternehmen eintrat und es 1986 übernahm, begann ein neues Kapitel.

Mit Erfahrung aus einem anderen Importunternehmen und Wurzeln in Tradition und Sinn für neue Trends entwickelte sich Cinas zu einem der führenden Anbieter für Teakmöbel und Interieurprodukte in Skandinavien – darunter die ikonischen Seegrasteppiche, die in den 1980ern zu den meistverkauften Produkten gehörten.

Moderne Zeiten

1996 zog Cinas nach Agenavej in Greve, nahe Kopenhagen – dort ist der Firmensitz noch heute.

Das aktuelle Eigentümerteam, die Kinder der Familie Wibroe (Peter und Mette), Ole Holse und Simon Barrett, übernahmen das Unternehmen in den 2000er Jahren.

Mit der neuen Generation wurde die Philosophie, in Materialien zu denken, mit neuer Energie fortgeführt, und ganz neue Materialien wie Bambus kamen ins Sortiment.

Die Zusammenarbeit mit nordischen Designern wurde intensiviert, und heute werden viele Produkte in enger Abstimmung zwischen Designern, Produzenten und dem eigenen Team entwickelt.

Das Ergebnis sind Produktserien, in denen Funktion, Qualität und skandinavische Formensprache Hand in Hand gehen – oft mit Materialien, die in nordischen Wäldern nicht zu finden sind.

Das Schwesterunternehmen Holse & Wibroe, das Baumaterialien aus Bambus herstellt, wurde 2004 gegründet. Beide Unternehmen sitzen heute Tür an Tür in Greve und arbeiten eng zusammen.

Im Laufe der Jahre hat Cinas mit Skandinavien, dem Baltikum und vielen anderen Teilen der Welt gehandelt. Durch Krisen und Weltkriege haben sich Märkte und Kunden jedoch verändert.

Heute liegt der Fokus auf Skandinavien und Deutschland – und auf der Produktion von Möbeln und Interieur für drinnen und draußen.

Mit der zunehmenden Globalisierung entstehen neue Kontakte, und Cinas blickt heute weiter über die Landesgrenzen hinaus als je zuvor.

Die Zukunft

Mehr als 125 Jahre nach der Gründung steht Cinas immer noch für dasselbe: Produkte zu schaffen, die Bestand haben – aus Materialien, die das Leben aushalten, und in einer Formensprache, die das Handwerk der Vergangenheit mit dem Lebensstil der Gegenwart verbindet.

Wir arbeiten weiterhin eng mit Herstellern in Indonesien und China zusammen, die wir seit Generationen kennen. Neue Partnerschaften entstehen, wenn wir Materialien oder Produktionsmethoden entdecken, die wir für vielversprechend halten.

Unsere Zusammenarbeit basiert immer auf Vertrauen, Dialog und dem gemeinsamen Verständnis, dass Qualität stets wichtig ist.

Während Cinas früher Naturmaterialien selbst verarbeitete, konzentrieren wir uns heute darauf, fertige Produkte zu designen und zu importieren – und ihre Lebensdauer zu verlängern.

Das ist unsere Antwort auf die Wegwerfgesellschaft.

Zum Beispiel durch ein umfangreiches Ersatzteillager, das Wartung und Reparatur statt Austausch ermöglicht – eine moderne Interpretation der Sorgfalt, auf der das Unternehmen gegründet wurde.

Wir sind stolz auf unsere Geschichte – und auf das Team, das wir heute sind. Viele unserer Mitarbeiter sind seit Jahrzehnten dabei.

Gemeinsam mit den talentierten Handwerkern in Fernost und unseren Designern sind sie die Menschen hinter und um die Materialien.

Cinas. Für den Alltag geschaffen – seit 1895.

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